Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.

Aktuelles

Herzlich willkommen!

Blick von aussen auf das Museum.

Der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V. fördert die Erforschung der Geschichte der Lübecker Industrialisierung und beteiligt sich selbst daran. Hauptinhalte der Vereinsarbeit sind der Erhalt und die weitere Ausstattung des Museums Geschichtswerkstatt Herrenwyk, sowie die Organisation von Führungen durch die verschiedenen Ausstellungen.

Frauenerwerbsarbeit in der Industrie

Dieses Buch greift ein Thema auf, das sich mit der Entwicklung der industriellen Frauenerwerbsarbeit am Beispiel Hochofenwerk beschäftigt. Es ist der Bereich der Schwerindustrie, eine fast ausschließlich von Männern dominierten Erwerbsarbeit, in der nur wenige Frauen eine Arbeit fanden und auch heute noch finden, ausgenommen im Gesundheitswesen, Hilfen für Familien vor Ort, Kaufhaus und Kantine und später auch in der Büroarbeit.

Die Entwicklung der industrielle Frauenerwerbsarbeit bis in die heutige Zeit wird unter anderem im Kontext von gesellschaftlichen und politischen, von wirtschaftlichen und gerade von technischen Entwicklungen beleuchtet.
Hier wird mit diesem Buch am Beispiel Hochofenwerk der Versuch unternommen, so viele Zusammenhänge wie möglich aufzuzeigen. Die Entwicklung von industrieller Frauenerwerbsarbeit ist untrennbar verknüpft mit all den vielen anderen Entwicklungen. Dieses trifft natürlich zu für alle anderen Bereich.
Diese Dokumentation soll damit dem Wirken von Frauen in allen Lebensbereichen ein Gesicht geben.

Wir danken dem Deutschen Verband Frau und Kultur e.V., Gruppe Lübeck, für die finanzielle Unterstützung.

Herausgeber: Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.
Verfasserin: Helga Martens
Layout und Design: Birgit Rohde, Lübeck
Druck: Kaiser und Mietzner, Lübeck

Dr. Moritz Neumark

Dr. Moritz Neumark hat Hüttenwesen in Dresden studiert, hat in Jena im Fachgebiet Chemie promoviert, ebenso an der Philosophischen Fakultät der Universität in Erlangen, erhielt die Würde eines Doktor-Ingenieurs der Technischen Hochschule zu Aachen, hat 4 Patente angemeldet, hat im Oberschlesischen Industriegebiet Hochofenwerke mit aufgebaut und teilweise geleitet, diverse Studienreisen führten ihn überwiegend in osteuropäische Länder.

Schließlich wurde er 1905 nach Lübeck geholt und hat das Hochofenwerk Lübeck als Generaldirektor aufgebaut. Als Patriarch hat er für die Arbeiter und deren Familien gesorgt, es entstanden Werkswohnungen und neben anderem auch ein Kaufhaus. Da er aus einer jüdischen Familie kam wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert und ist 1943 dort umgekommen.

Eine bewegte Lebensgeschichte, die starke und vielfältige Auswirkungen auf Kücknitz du ganz Lübeck hatte.
Das Buch beleuchtet seinen Lebensweg und soll damit sein Schaffen und Wirken würdigen.

Verfasserin: Helga Martens
Herausgeber: Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.
Das Buch ist im Industriemuseum erhältlich.

Erinnerung und Neuanfang

An das Hochofenwerksgelände in Lübeck-Herrenwyk erinnert nicht mehr viel. Der Eingang ist noch erhalten und die Straßennamen wie Alter Kühlturm, An den Werkstätten, Dampfpfeife, Kohlenmühle, Masselbett, Möllerung, Zum Winderhitzer und Zur Gießhalle lassen erahnen, was sich hier einmal befand. Dieses Buch stellt Fotos aus dem Archiv des Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk Fotos von heute (Fotograf Jürgen Blenk) gegenüber, erzählt die Geschichte, zeigt die damaligen Gebäude und Anlagen und das Areal, wie es heute genutzt wird.

Die Dokumentation zur Ausstellung „Erinnerung und Neuanfang l Das Hochofenwerksgelände , wie es war und wie es ist“ möchte helfen, die Erinnerung an eines der interessantesten Kapitel der Lübecker Industriegeschichte zu erhalten.

 

Verfasserin: Helga Martens
Herausgeber: Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.
2019 mit finanzieller Unterstützung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck.
Das Buch ist im Industriemuseum erhältlich.

Das Lager Pöppendorf 1945 – 1951

Die Geschichte des Pöppendorfer Lagers streift die Anfänge des Lagers ebenso wie die traurige Geschichte um den Exodus der jüdischen Menschen, die aus politischen Gründen im Pöppendorfer Lager kaserniert festgehalten wurden.

Im Mittelpunkt steht die Darstellung des Lagers in seiner Funktion als Flüchtlingsdurchgangslager seit 1945. Zu der Zeit wurden über 600.000 Menschen aus Ostgebieten durchgeschleust, mit einer präzisen Organisation. Nahezu täglich wandelte sich das Lagerleben.

Die Erstellung der Dokumentation wurde durch die finanzielle Unterstützung der Stiftungen „Friedrich Bluhme und Else Jebsen Stiftung“ und „Reinhold-Jarchow-Stiftung“ ermöglicht

Herausgeber Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V.

Autor Christian Rathmer

ISBN 978-3-00-060747-9

Zu beziehen Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Hinweis:

Der Gemeinnützige Verein Kücknitz e.V. betreibt eine Homepage unter https://www.poeppendorferlager.de

Neues Hochofen-Modell

Dank einer großzügigen Spende von Dr. Christian Dräger ist es dem Verein gelungen, ein Modell des Hochofens I, Fertigstellung 1907, im Maßstab 1:50 bauen zu lassen. Der Gemeinnützige Verein Kücknitz und der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V. haben sich an der Finanzierung beteiligt.

Spielzeugsammlung

Seit einigen Jahren besitzt der Verein eine umfangreiche Spielzeugsammlung der Lübecker Sammlerin Helga Martens.
Die Sammlung besteht aus „Alltagsspielzeuge“, also aus Spielzeugen, die bespielt und geliebt wurden, die aber auch die Wut und den Zorn, die Angst und die Hoffnung eines Kindes auszuhalten hatten.

Sie umfasst zur Zeit ca. 2.700 Exponate in unterschiedlichen Kategorien.

Jedes Spielzeug hat „seine Geschichte“. Über den Zustand einiger Spielsachen lässt sich nur zu vermuten, was geschehen ist. Auf jeden Fall handelt es sich nicht um Spielzeuge, die im Schrank deponiert oder aufbewahrt wurden, weil sie zum Bespielen einfach zu kostbar waren. Solche Spielzeuge wurden nur an besonderen Tagen wie Weihnachten herausgeholt, konnten bewundert und meist nur unter Aufsicht bespielt werden.

Alltagsspielzeug ist Spielzeug, dass seinem Namen Rechnung tragen kann:
• es wurden bespielt
• es wurde „zerspielt“
• es wurde repariert
• es handelt sich um individuelles Spielzeug
• es handelt sich um künstlerisches Spielzeug
• es handelt sich um Massenware
• es handelt sich um Werbeobjekte
• es handelt sich um liebevoll hergestelltes Spielzeug in Eigenarbeit
• es war nicht im Sinne von materiellem Denken wertvoll
• es wurde vielfach einfach weggeworfen, wenn es seinen Zweck erfüllt hatte

Die Sammlung beinhaltet Spielzeuge für Jungen und Mädchen, für Kleinkinder und auch für Erwachsene. Ein großer Teil sind Tisch- und Kartenspiele. Die Spielzeuge sind aus Holz, Metall, Papier und Kunststoff. Das älteste Exponat ist weit über 100 Jahre alt.
Spielzeuge sind Zeitzeugen der Geschichte vom Kaiserreich über die Zeit des Nationalsozialismus und dem Wirtschaftsaufschwung in der BRD bis zur Umbruchphase der DDR.

Mit diesen Spielzeugen soll eine Auseinandersetzung mit der Geschichte erfolgen, der Geschichte von Lebensläufen, von früher Kindheit in Verbindung mit der jeweiligen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Situation. Herstellung von Spielzeugen und Materialentwicklung ist ebenso von Bedeutung. Der Einfluss von Amerika, die „Amerikanisierung“ der Spielsachen, wurde immer stärker. Die Diskussion um pädagogische Inhalte in der Erziehung beeinflusste einerseits die Entwicklung und Herstellung von Spielzeugen und andererseits war der Weg von individuellen Spielzeugherstellung in die stärker um sich greifende Massenproduktion nicht aufzuhalten.

Diese Aspekte, aber auch die Erinnerung an die eigene Kindheit oder die der Eltern und Großeltern durch anschauliche Erzählung wach zu halten, sind Ziele der Sammlung und der bisher erfolgten Ausstellungen.

Die Sammlung läuft unter dem Titel:

KINDHEITS(T)RÄUME

und soll Menschen dazu animieren, sich an die eigene Kindheit zu erinnern, Träume wach werden zu lassen und frei nach Schiller wieder für eine kurze Zeit Kind zu sein:

„Der Mensch ist nur dort Mensch, wo er spielt.“

Wer sich die Sammlung ansehen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen, Informationen und Terminabsprachen bitte unter Tel-Nr. 0451 74894 oder per Mail helga.martens@travedsl.de.

Leben und Arbeit in Herrenwyk

Geschichte der Hochofenwerk Lübeck AG, der Werkskolonie und ihrer Menschen

„Leben und Arbeit in Herrenwyk“ ist ein Bildband mit erläuternden Texten zur Geschichte von Leben und Arbeiten im Lübecker (Industrie-) Stadtteil Kücknitz-Herrenwyk. Der Ort und das Leben der Menschen wurde durch das 1905 gegründete Hochofenwerk Lübeck entscheidend geprägt. Die wechselvolle Geschichte des Werks, mit dem der lübecksche Staat in das Zeitalter der Großindustrie eintrat, bildete mehr als die wirtschaftliche Grundlage der dort arbeitenden Menschen: Vom Aufstieg des Werks bis zu seinem Konkurs 1981 standen Leben und Arbeit in Herrenwyk in einer für Lübeck einmaligen Wechselbeziehung, die das Schicksal des Stadtteils mit dem Werk verband.

Dieses Buch ist der Nachfolger des gleichnamigen Buches von 1986 (vergriffen).

Wir danken der Lübecker Possehl-Stiftung und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck für die Unterstützung.

Herausgeber:
Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V.
Kokerstr. 1-3, 23569 Lübeck

Fotos: Archiv Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Text und Bildauswahl: Dr. Wolfgang Muth
Layout und Design : Birgit Rohde
V.i.S.d.P.: Helga Martens
Druck:  Verlag Max Schmidt-Römhild KG, Lübeck
Auflage 1.000
ISBN 978-3-7950-5221-8

Arbeiterkolonie Herrenwyk – Einst und jetzt –

Stadtteil Lübeck-Kücknitz

Alte Fotos aus dem Archiv des Industriemuseums stehen aktuellen Fotos gegenüber. Die jeweiligen Standorte wurden in einen Lageplan eingetragen, versehen mit erläuternden Texten von Wolfgang Muth und Helga Martens. Anlass war die Fotoausstellung „Kücknitz einst und jetzt“ des Gemeinnützige Vereins Kücknitz e.V. im Industriemuseums in 2013.
Wer mit diesem Heft durch die Arbeiterkolonie wandert, kann sich in die Zeit von damals versetzt fühlen und bekommt eine kleine Vorstellung vom Leben in der Kolonie.

Herausgeber:
Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V. mit Unterstützung des Gemeinnützigen Verein Kücknitz e.V. in Zusammenarbeit mit dem Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Dr. Muth
Fotos und Layout: Helga Martens

Verantwortlich i.S.d.P.: Helga Martens
Druck: DIE BRÜCKE gGmbH
Auflage: 500, erweitert um 250

Kücknitz historisch – Ein Stadtteil im Wandel der Zeit

Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-9 der Schule Roter Hahn führte das Projekt „Kücknitz historisch“ in Zusammenarbeit mit dem Geschichtserlebnisraum Lübeck – Bauspielplatz Roter Hahn und dem Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk durch. Durch Archivarbeiten und Informationen von Kücknitzer Bürgern wurden Inhalte und Dokumente zusammengetragen, Fotos der Schülerinnen und Schüler stellen den Bezug zu heute her. Es entstand ein historischer Führer zu historischen und aktuellen Plätzen im Stadtteil Kücknitz. Die Standorten sind mit Informationstafeln versehen. Das Projekt wurde finanziert durch die Possehl-Stiftung, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, der Grundstücksgesellschaft Trave und dem Gemeinnützigen Verein Kücknitz e.V.

Herausgeber:
Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.
Verantwortlich i.S.d.P. : Helga Martens

Gestaltung und Design: WENDA – Büro für Gestaltung, Hamburg
Druck: Kaiser & Mietzner, Lübeck
Auflage: 4.000