Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.

Dr. Moritz Neumark

Dr. Moritz Neumark hat Hüttenwesen in Dresden studiert, hat in Jena im Fachgebiet Chemie promoviert, ebenso an der Philosophischen Fakultät der Universität in Erlangen, erhielt die Würde eines Doktor-Ingenieurs der Technischen Hochschule zu Aachen, hat 4 Patente angemeldet, hat im Oberschlesischen Industriegebiet Hochofenwerke mit aufgebaut und teilweise geleitet, diverse Studienreisen führten ihn überwiegend in osteuropäische Länder.

Schließlich wurde er 1905 nach Lübeck geholt und hat das Hochofenwerk Lübeck als Generaldirektor aufgebaut. Als Patriarch hat er für die Arbeiter und deren Familien gesorgt, es entstanden Werkswohnungen und neben anderem auch ein Kaufhaus. Da er aus einer jüdischen Familie kam wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert und ist 1943 dort umgekommen.

Eine bewegte Lebensgeschichte, die starke und vielfältige Auswirkungen auf Kücknitz du ganz Lübeck hatte.
Das Buch beleuchtet seinen Lebensweg und soll damit sein Schaffen und Wirken würdigen.

Verfasserin: Helga Martens
Herausgeber: Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e.V.
Das Buch ist im Industriemuseum erhältlich.